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Umbau Ordination Dr. Pittschieler

Wie wird aus einem Büro eine kieferorthopädische Ordination?

Vor ziemlich genau einem Jahr ging es schon an die Feinarbeiten. In den 3 Monaten davor ist so einiges passiert in meiner Ordination. Wie so ein Ordinationsumbau vor sich geht und was in welcher Reihenfolge wann und wie passiert, das möchte ich hier kurz für Sie beschreiben.

Erfolg ist immer Teamarbeit

Wie bei allem braucht man zuerst einen gescheiten Plan und gute Partner für die Zusammenarbeit. Beides hatte ich gottseidank durch persönliche Empfehlung. Einerseits eine hervorragende Dentalfirma und andererseits einen Baumeister mit Herz und Verstand. Die Dentalfirma erstellt üblicherweise die Planung aller Geräte und Versorgungen, die man in so einer Ordination braucht. Dazu kommt noch die Lichtplanung, als einer der wichtigsten Punkte um sich lange wohl zu fühlen. Auch hier hatte ich hervorragende Unterstützung eines sympathischen Grazer Innenarchitekten.

Die Umbauphase

Nach einer Planungsphase von circa zwei Monaten ging es dann endlich los. Dann kommen viele kleine und große Schritte in der Umbauphase. Rückblickend ein Wahnsinn, was alles passiert ist, wie der Vergleich vorher zu nachher ausschaut, und was es alles braucht, bis man seine Ordination überhaupt erst eröffnen kann! Aber schön der Reihe nach…

Sternparkett & Powertower

Der wunderschöne alte Sternparkett musste in Teilen der Ordination aus Hygienerichtlinien ausgebaut werden. Keine Sorge, er wurde gelagert und wird hoffentlich irgendwann wieder einen anderen Raum schmücken. Es wäre wirklich schade darum. Unter dem Parkett kam zunächst jede Menge Schutt zum Vorschein. Vor größeren Überraschungen, die im Altbau ja ab und zu vorkommen können, blieb ich glücklicherweise verschont. Der Schutt wurde abgetragen und damit Platz für die ganzen Leitungen und Rohre geschaffen – so ein zahnärztlicher Stuhl ist im wahrsten Sinne des Wortes „voll verkabelt“! Die verlegten Rohre beinhalten Zuwasser, Abwasser, Luftdruck, Absauganlage und Strom. Und je nach kieferorthopädischem Stuhl müssen sie zum Schluss punktgenau aus dem Boden herauskommen. All diese Leitungen führen in einer kieferorthopädischen Ordination zu einem sogenannten „Powertower“. Das ist ein zentraler Turm für Absaugung, Reinigung und Filterung. Der Powertower ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und vielleicht ein bisschen lauter. Deshalb muss dieser auch gut versteckt werden und sollte nicht unbedingt in den Behandlungsräumlichkeiten stehen. Bei uns steht er daher im Bad.

 

Neue Wände & Abtrennungen

Am Boden wurde nun fleißig gearbeitet und auch neue Wände und Abtrennungen für die Nebenräume wurden eingebaut. Mit Nebenräumen sind in einer kieferorthopädischen Ordination natürlich die Sterilisation und Hygiene gemeint und auch der Röntgen- und Fotoraum. Auch eine kleine Technik, um Modelle herzustellen, ist dabei.

Immer kühlen Kopf bewahren

Ein weiterer großer und vor allem sehr angenehmer Punkt bei meinem Umbau ist die Deckenkühlung. Für mich, mein Team und meine Patienten für heiße Wiener Sommertage. Im Vergleich zur Klimaanlage bietet die Deckenkühlung viele Vorteile. Einer davon ist zum Beispiel, dass es nicht in den Nacken zieht – was mir für mich und meine Mitarbeiter wichtig ist. Es soll ja jeder gesund bleiben in der Arbeit. Zudem kommt es zu keiner Luftumwälzung und es bedarf auch keiner Filter oder Luftrohre, in denen sich Keime und Schmutz festsetzen können. Interessant bei der Deckenkühlung ist der „Abstrahlungseffekt“. Das heißt, auch wenn die gemessene Lufttemperatur wärmer ist, fühlt es sich kühler an. Für unseren Körper ist das natürlich viel angenehmer, als die ständigen „Temperaturschocks“ zwischen eisiger Klimaanlage und den heißen Temperaturen draußen. Also insgesamt eine hervorragende Lösung um es immer angenehm kühl zu haben.

Der Strom zieht ein

Neben den kieferorthopädischen Stühlen ist natürlich auch die PC-Verkabelung und Stromversorgung ein wichtiger Punkt bei einem Praxisumbau. Die digitale Arbeit ist einfach nicht mehr wegzudenken – allerdings auch eine Wissenschaft für sich. Dank eines sehr kompetenten EDV-Experten aber auch wieder alles kein Problem.

Bombeneinschlag?!

Auch für die ganzen PC-Arbeitsstationen und Bildschirme müssen viele Meter Kabel gezogen werden. Eine ganz schöne Arbeit für die Elektriker und vor allem jede Menge Staub! Ich glaube jeder kennt den Punkt bei einem Umbau, an dem es ausschaut, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Genauso war das natürlich auch bei mir. Und ja, es war genau der Staub, der selbst nach mehrfachem Reinigen immer noch überall zu finden war.

Der Wendepunkt

Nachdem die Rohre, Kabel und Wände nun neu gemacht waren, konnte der Boden auch wieder „zugemacht“ werden – die Phase des Estrich. Der Estrich ist auch ein heikler Punkt, und ein kompetenter Estrichleger ein Muss. Damit alles gerade ist, den Bauplänen entspricht und keine Risse entstehen. Gefühlt war das auch der Wendepunkt im Umbauprojekt – ab dann nehmen die Dinge schön langsam Form an und aus Theorie wird endlich Praxis!

Wir malen aus…

Nachdem also der Boden wieder zu ist, die Zwischenwände gebaut waren, die Elektrik abgeschlossen war und auch die Kühlelemente unter einer Rigipsschicht versteckt worden sind, kann nun erstmals der Maler kommen. Hier gab es dann doch eine Überraschung. Es waren schon zig Schichten an alter Wandfarbe übereinander aufgemalt, und begannen leider, schon abzubröckeln. Das bedeutete für uns, alle Wände abscheren, neu grundieren und dann erst in meinen schönen Wandfarben ausmalen.

Der Tischler bringt die Möbel

Wie immer ist es gut, bei solchen Umbauprojekten einen Puffer einzuplanen. Denn diese Arbeiten nahmen eine ganze Woche länger in Anspruch als ursprünglich geplant. Als alle Malerarbeiten abgeschlossen waren, der neue Bodenbelag im Ordinationsbereich verlegt worden war und der feine Staub durch zigfaches Reinigen auch endlich verschwunden war, konnten die Tischler mit den Möbeln kommen. Der Einbau funktionierte einwandfrei, und der Moment, in dem die ersten Möbel für die eigene Ordination in den Räumen stehen, ist wirklich toll.

Der Einzug der Technik

Zu guter Letzt – da muss dann wirklich alles „besenrein“ und sauber sein – kommen dann die kieferorthopädischen Stühle, das Röntgen, die Geräte für die Technik und Sterilisation und natürlich die vorbereitete EDV, die eingebaut wird. Auch die Lieferung der Möbel für das Wartezimmer, für den Therapieraum und im Büro fand gefühlt ziemlich gleichzeitig statt. Schön langsam füllten sich die vormals leeren Räume mit Leben!

Bilder aus der Heimat

Was mir sehr wichtig ist, auch für die gute Stimmung in der Ordination, sind die richtigen Bilder an der Wand. Genauer, ein bisschen Heimat, das heißt für mich Berge und Natur. In der Ordination in wunderschönen historischen Aufnahmen großflächig auf Leinwand. Im Eingangsbereich begrüßen uns Bergsteiger an einem Steig in der Brentagruppe. Im Wartebereich schaut ein anderer Bergfex zum Einstieg in die große Zinne in den Dolomiten. Und im Behandlungsbereich hütet ein Hirtenbub seine Schafe vor der Marmolata. Bei mir im Büro darf sich der Rosengarten entfalten und natürlich ein Bild meiner geliebten „Alpengazellen“, den Gämsen. Auch den Osteopathieraum schmücken traumhafte Bilder – und auch hier ist es ein Stück Heimat, diesmal allerdings die meiner Osteopathin, die aus der Wachau kommt. Dürnstein aus zwei Perspektiven und die mächtigen Wasser der Donau – wo das Auge verweilen und die Seele sich ausruhen kann.

Die Laden füllen sich

Nun war also quasi alles bereit, und jetzt mussten „nur“ mehr die Laden mit allen möglichen Dingen gefüllt werden: Watterollen, Zahnseide, Brackets, Bögen, Zangen, Mundspiegel,… und und und. Man kommt bei der ersten Bestellung wirklich auf unfassbar viele kleine Dinge, die man braucht, um tatsächlich am Patienten arbeiten zu können. Dank vieler netter Kollegen, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen, funktioniert auch dieser Punkt einwandfrei.

Die ersten Patienten-Termine

Die PCs mussten dann noch mit passender Dental-Software gefüttert werden. Die verschiedenen Programme wurden verknüpftund der jeweils richtige Drucker für das richtige Dokument eingestellt. Die erste Woche im April haben wir dann für die Vorbereitung, Einschulungen (Software, Röntgenprogramm), Erstellung von Checklisten und das Üben von Abläufen genutzt. Und natürlich: für unsere ersten Terminvereinbarungen.

Die ersten Patienten kommen

Am 5. April war es dann so weit – meine ersten Patienten kamen in meine eigene Ordination! Und ja, wenn man so ein Projekt von Null weg aufbaut, hat man doch ab und zu einen flauen Magen und hofft, dass alles gut geht. Die Patienten einen mögen, gerne kommen, sich wohl fühlen und zufrieden mit der Behandlung sind.

Als Team zum Erfolg

Mittlerweile und nach meinen sehr guten Umbauerfahrungen bin ich selber auch immer gerne bereit, Kollegen bei einem so wichtigen Projekt mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Jetzt, nach genau einem Jahr, bin ich sehr froh und dankbar, dass sich all meine Wünsche erfüllen und ich jeden Tag Menschen helfen kann. Und das beste dran: mit einem tollen Team und einer Top-Osteopathin gemeinsam arbeiten zu können!

Wir freuen uns auf Sie!

Falls Sie sich selber ein Bild machen wollen, kommen Sie uns doch gerne bei einem Ersttermin für Zahnspangen oder Schienentherapie besuchen. Auch Bewerbungen für Rezeption, zahnärztliche/kieferorthopädische Assistenz oder Lehrlinge sind immer herzlich willkommen!

Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Kontaktaufnahme.

Herzliche Grüße,
Dr. Elisabeth Pittschieler


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